Produktionsaufbau

Der Aufbau einer Produktion auf unbekannten Terrain stellt eine große Herausforderung dar. Die erfahrenen Spezialisten der Faircom Industry Solutions GmbH sind mit den typischen Problemen wohlvertraut und halten entsprechende Lösungsansätze für Sie bereit.

  • Wenn neben den komplexen logistischen Herausforderungen im Laufe des Produktionsaufbaus unerwartete Probleme und Risiken zutage treten, erweisen sie sich oft als unüberwindbare Hürden.
  • Jedes komplexe Projekt steht und fällt mit dem “Blick für’s Ganze”. Erst mit einer umfassenden Meta-Perspektive ergibt das Zusammenwirken vieler Fachleute bei der Planung und Realisierung mehr als eine unkalkulierbare Summe von Teilen.
  • Das Baustellenmanagement in der Zentrale wie vor Ort muss den Spagat der Schnittstellen zwischen dem Druck der Milestones und den tatsächlichen Gegebenheiten auf der Baustelle, in der Infrastruktur und der Supply Chain leisten.

Versichern Sie sich der Unterstützung durch einen kompetenten Partner, der für den Produktionsaufbau über einschlägige Erfahrungen und Kontakte vor Ort verfügt.

Leistungsprofil Produktionsaufbau

  • Eine umfassende Ist-Analyse und eine unabhängige Machbarkeitsstudie ermöglichen eine realistische Planung. Fallback-Lösungen bilden oft das Rückgrat einer Phase.
  • Die Beratung und die Durchführung der Planung und Realisierung erfolgt im ständigen Wechsel der Perspektiven unter Einbeziehung aller lokalen Gegebenheiten. Das gilt insbesondere für Beschaffung, Einsatz und Steuerung des lokalen Personals.
  • Eine enge Berichterstattung und das begleitende Coaching auf Managementebene reduziert Komplexität, ist realistisch, praxisbezogen und lösungsorientiert.
  • Die Begleitung aller Phasen durch den Einsatz von Augmented Reality* leistet insbesondere im internationalen Umfeld unschätzbare Unterstützung.

Unsere Leistungen sind modular abrufbar. Auf Wunsch bieten wir Ihnen ganzheitliche Lösungen in Form von Turnkey. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf.

*Mit dem Einsatz der AR-Technologie lassen sich komplexe Montageanweisungen oder bauliche Zusammenhänge einfach darstellen und interaktiv zwischen Experten und Auszuführenden vor Ort bearbeiten. AR reduziert den Personaleinsatz vor Ort.

Hinweise zum Produktionsaufbau

Wer sich mit der Literatur zum Produktionsaufbau z.B. in Asien beschäftigt, stellt schnell fest, dass der theoretische Rahmen kaum verlassen wird. Das liegt u.a. daran, dass das Thema zwar von universitären Interesse ist, aber die tatsächlich erfahrenen Praktiker sich nur sehr selten als Autoren betätigen. Dabei wären gerade in diesem Gebiet die typischen “Lessons learned” von unschätzbaren Wert. Gerade mittelständische Unternehmen, die das Abenteuer Produktionsaufbau im außereuropäischen Ausland in Angriff nehmen, finden sich daher oft im mühsamen “Learning by doing” wieder.

Jeder einzelne Produktionsaufbau zeigt einzigartige Besonderheiten und Probleme, auf die man sich theoretisch kaum vorbereiten kann. So ist schon die oft gelesene Einteilung in Phasen ein gewagtes Unterfangen, denn viele Abläufe finden nicht nur parallel, sondern vernetzt in gegenseitigen Abhängigkeiten statt. Fehler oder Versäumnisse erweisen sich erst als solche, wenn “der Zug längst abgefahren ist”.

Komplexität und Gleichzeitigkeit in der Anfangsphase

AnalysephaseFindungsphase und die Recherchen für den Aufbau örtlicher Lieferketten und das benötigte Personal sind in ihren jeweiligen Möglichkeiten und Ergebnissen stark voneinander abhängig. Wie in jeder komplexen Projektplanung muss es bei allen Entscheidungen von Anfang an darum gehen, die “Points of no return” so weit wie möglich nach hinten zu verschieben. So sehr eine thematisch bezogene Bildung verschiedener Projektteams den Aufbau der höchst unterschiedlichen Expertise begünstigt, so sehr bedarf es einer erfahrenen Projektleitung, die ohne jede hierarchische oder firmenpolitische Abhängigkeit vorgehen kann.

Nur so kann eine erfolgversprechende Kommunikation aufgebaut werden, die entscheidende Informationen aus den verschiedenen Ebenen zusammenführt und so geschickt verdichtet wie reell weitergibt. Ein für die deutsche Geschäftsleitung schön gefärbtes Big Picture ist oft der Anfang vom Ende.

Lieferkette und Personal beim Produktionsaufbau

Der Aufbau der Supply Chain und des örtlichen Personals ist sicher stark von der jeweiligen Produktionsform abhängig. In vielen Bereichen wird man weder um lokale Hersteller herumkommen können noch wollen. Die dazu nötigen Recherchen, Kontakte und Verhandlungen sollten schon in der Analysephase gründlich ausgelotet und vorbereitet worden sein. Rahmenverträge sorgen für die wichtige Vertrauensbildung für die stark auf guten Beziehungen aufbauende Realität in Asien. Bei jeder Verhandlung stellen intime Kenntnisse der jeweiligen Kultur das Non Plus Ultra des Erfolges dar. Rahmenverträge, die Beherrschung von Sprache und den lokalen Gepflogenheiten in der Personalführung sind auch im Umfeld der Personalbeschaffung entscheidend. Gut ausgebildete Mitarbeiter*innen sind nicht nur knapp, sondern sich auch in Asien mittlerweile ihres Wertes bewusst. Die Planung von individualisierbaren Weiterbildungsmaßnahmen, die an den Verbleib im Unternehmen gekoppelt sind, sorgt für die unbedingt nötige geringe Fluktuation und Arbeitszufriedenheit.

Standort und Neubau

Meist ist ein Neubau einer Produktionshalle der beste Weg, um die technischen Anforderungen in den Griff zu bekommen. Der dafür benötigte Standort ist häufig auch die Bedingung für die Erteilung der Geschäftslizenz. Nur gut vernetzte Gewährsleute vor Ort sind in der Lage, die unabdingbaren guten Beziehungen zur örtlichen Politik einzuleiten und herzustellen. Denn vor jedem Baubeginn sind viele Behörden einzuschalten, deren Genehmigungen unterschiedlich lange Zeit benötigen. ArbeitsrechtUmweltschutzEnergieversorgungStraßenbauBrandschutz etc. können Stolpersteine darstellen, die das Projekt in die Anfangsphase der Planung zurückwerfen können.

Zwar kann man meist von einer guten Unterstützung der Politik ausgehen, doch der Teufel steckt im Detail und im mittleren Management der Behörden. Ein wahrscheinlicher Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur ist jedoch nur in einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit in angemessener Zeit zu erzielen. Hier werden die interkulturellen Fähigkeiten der Beteiligten ebenfalls zum Zünglein an der Waage. Architekten, Bauleitung und Projektleitung bzw. Projektteam vor Ort können nur im ständigen Austausch die nötige Flexibilität für die zu erwartenden Erweiterungen oder Produktionsanpassungen vorbereiten.

Management und Organisationsform

Ein ganz eigenes Kapitel stellt das Management vor Ort dar. Eine zeitweilige Versetzung der technischen Experten und projekterfahrener Führungskräfte an den neuen Standort ist entscheidend und kann mit dem Einsatz von Augmented Reality nur unterstützt, aber nicht ersetzt werden. Die Führungskräfte sind neben dem Aufbau der Technik und Vorbereitung der Produktion nicht nur mit einer respektvollen Einarbeitung ihrer lokalen Nachfolger beschäftigt, sondern müssen auch die Qualifizierung der neuen Mitarbeiter verantworten. Weit im Vorfeld und zu Beginn der Planung sollte daher die Fähigkeit und die Bereitschaft der entsprechenden Kräfte im Unternehmen abgeklopft werden.

Technische Expertise, interkulturelle Ausbildung und das dringend nötige Fingerspitzengefühl finden sich nicht immer in ein und derselben Person, wie gut sie sich auch in der heimischen Umgebung bewährt haben mag. Eine rückhaltlose Unterstützung der jeweiligen Mutterfirma hat sich bei Produktionsverlagerungen und dem Aufbau einer Produktion in vielen Belangen als essentiell erwiesen. Daher ist üblicherweise für den neuen Standort die Organisationsform als hundertprozentiges Tochterunternehmen vorzuziehen.